In dem Artikel "Dieses Gleiten, dieser Rausch" - Mit dem Fahrrad durch Berlin (Der Tagesspiegel, 16.07.2012, http://www.tagesspiegel.de/politik/mit-dem-fahrrad-durch-berlin-dieses-gleiten-dieser-rausch/6879382.html) werden fünf gute Gründe für das Radfahren genannt. Angesprochen werden der Klimaschutz, der Nutzen in Innenstädten, die Haltungskosten des Rades, der Gesundheitsaspekt sowie das Rad als Statussymbol.
Wie auch immer man zum Fahrrad steht, man kann im Alltag viel Gutes mit ihm bewirken. Die Frage ist nur, ob Fahrräder gewollt sind, denn daran wird sich die Integration in den Alltag entscheiden.
Weiterhin habe ich den Artikel mit dem Titel: "Grüne befürworten Abwrackprämie für Räder" der Welt online vom 06.09.2012 (http://www.welt.de/politik/deutschland/article109030851/Gruene-befuerworten-Abwrackpraemie-fuer-Raeder.html, Stand 10/2012) gefunden. Die Idee ist, man gibt sein altes Fahrrad ab, bekommt 50 EUR dafür und kauft beim regionalen Fachhändler des Vertrauens ein neues Rad. Man rechtfertigt dieses Konzept u. a. so, daß man sagt, durch diese Maßnahme würden die Kommunen Geld sparen, denn damit würde der Straßenausbau unnötig. ??? - Vielleicht habe ich den Artikel nicht richtig verstanden, aber es erschließt sich mir nicht, warum ein neues Fahrrad z. B. keine gut ausgebauten Radwege erfordern soll? OK, mit einem gefederten Rad, wird der Rücken nicht so stark beim dem Durchfahren eines Schlaglochs gestaucht, als ohne Federung. Vermutlich würde man jedoch in Greifswald auch nicht lange Freude an einem neuen Rad haben, es sei denn, man kauft sich gepanzerte Abstellplätze dazu. Aber, das ist vermutlich ein ganz anderes Thema...
Ich meine, ehe man über eine Abwrackprämie nachdenkt, sollte man erst einmal ein Konzept erstellen, welche Zielgruppe man fördern möchte. Sind es z. B. Urlauber oder sind es Berufstätige? Je nach dem sollte man Umfragen starten, was sich die jeweilige Zielgruppe als Verbesserung wünscht. Danach könnte man den Bestand an Maßnahmen prüfen. Was ist schon vorhanden, was läßt sich ohne große Kosten erweitern, ausbauen? Und im Anschluß daran sollte natürlich entsprechend einer Prioritätenliste folgen, was an neuen Maßnahmen erforderlich ist und wie das in einem bestimmten Zeitrahmen (finanziell) umgesetzt werden kann.
Initiatoren dieses Blogs sind Bahnpendler aus dem Umkreis von Stralsund. Das Ziel ist die kostenlose Radmitnahme im Nahverkehr der Bahn in MV, wie es z. B. in Thüringen oder Sachsen-Anhalt erfolgreich praktiziert wird. Alle Erfahrungsberichte, Hinweise, Fragen etc. sind willkommen und werden gern (auch anonym) veröffentlicht. Kritische Diskussionen sind erwünscht, Beleidigungen dagegen nicht. Neben der Kommentarfunktion können Sie gern die E-mail-Adresse nutzen: radundbahn@gmx.de
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