Posts mit dem Label Bahn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bahn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 8. November 2017

Ende des GTV - der Pendler als Goldesel?

Mit Schreiben vom 25.10.2017 wurde man als Pendler durch die Bahn informiert, daß der Gemeinschaftstarif der Tarifgemeinschaft Vorpommern (GTV) zum 09.12.2017, 24 Uhr eingestellt wird.
Bisher umfaßte dieser Tarif für die Strecke Stralsund - Greifswald die Bahnfahrt 2. Klasse, sowie die kostenlose Nutzung des Nahverkehrs in beiden Städten zu einer monatlichen Gebühr von 133,33 EUR im Monatsabonnement.

Nunmehr gibt es nur zwei Alternativen im Angebot ab 01.01.2018:

a)"Nach Auslaufen Ihres GTV-Abonnements haben Sie die Möglichkeit, in die Greifswald-Stralsund-Monatskarte von 190,00 EUR je Monat zu wechseln. Dieses Angebot beinhaltet auch die Nutzung der Stadtverkehre in Greifswald und Stralsund und ist in den DB-Verkaufsstelen in Greifswald und Stralsund, an den DB Automaten sowie bei den Kundenbetreuern in den Zügen und beim Fahrpersonal in den Bussen ab 10.12.2017 zu erwerben."

b) "Alternativ können Sie aber auch in die DB Monatskarte im Abo wechseln. ... Bitte beachten Sie, dass bei diesem Angebot die Nutzung der Stadtverkehre in Stralsund und Greifswald nicht mehr möglich ist. Die Fahrtberechtigungen in den Stadtverkehren müssen Sie jenach Bedarf gesondert erwerben.
Wenn Sie sich für den Wechsel in das DB Abo oder in die DB Jahreskarte im Abonnement entscheiden, dann zahlen Sie nach aktuellem Tarifstand für die Relation zwischen Greifswald und Stralsund bei monatlichem Einzug: 121,80 € und bei Einmalzahlung: 1.388,20 €."

Das bedeutet, bisher konnte ich für 133,33 EUR/Monat die 2. Klasse im Zug sowie die Stadtverkehre in Stralsund und Greifswald kostenlos nutzen. Wenn ich dies weiterhin tun möchte, dann beträgt ab dem 01.01.2018 der monatliche Preis dafür 190,00 EUR. Das entspricht einem satten Preisanstieg von 42,5 %!

Sollte ich mich für die Option ohne kostenlose Nutzung der Stadtverkehre entscheiden, "spare" ich monatlich 11,53 EUR, ein vermeintlicher Preis"nachlaß" von 8,6 %.

Die Monatskarte für den Busverkehr in Greifswald (Erwachsener, ohne Ermäßigung) kostet 39 EUR/Monat.
(Diesen Preis könnte man noch in Kombination mit Sommer- und Winterticket auf überschlagsweise 33,58 EUR/Monat reduzieren.)

Eine Monatskarte für den Nahverkehr in Stralsund (Erwachsener, ohne Ermäßigung) kostet 38,50 EUR/Monat.

Eine Einzelfahrt kostet in beiden Städten 2 EUR (Erwachsener, ohne Ermäßigung).

Nun frage ich mich, wie so ein enormer Preisanstieg um 42,5 % zu erklären ist? - Weiterhin frage ich mich, wie man die Differenz zwischen 121,80 EUR und 190,00 EUR (entspricht 68,20 EUR) allen Ernstes rechtfertigen möchte?
Als Pendler kann man nur an einem Ort sich aufhalten, demzufolge könnte man davon ausgehen, daß man maximal 50 % des jeweiligen Stadtverkehrs nutzen kann. Weiterhin geht man eigentlich davon aus, daß wenn man schon ein Abonnement für den Nahverkehr (in diesem Fall Zug bucht), daß auch ein finanzieller Anreiz zur Nutzung für den Stadtverkehr gegeben wird. - Momentan erscheint es mir als eine willkürliche Ansetzung einer Monatsgebühr zum Zwecke der Gewinnmaximierung. Die kostenlose Fahrradmitnahme wird mit keiner Silbe thematisiert. - Ein absolutes Armutszeugnis für die Mitwirkenden des GTV, Stadt und Land.

Mittwoch, 15. Februar 2017

UBB im Winter nun doch mit 2 Wagons

Nach langen Jahren des scheinbar willkürlich verkürzten Zuges der UBB zur Winterzeit zur besten Pendlerzeit am Nachmittag, fährt nun die UBB erstmalig zur Saison zwischen Greifswald und Stralsund, Abfahrt 16:05 Uhr Greifswald Süd, wieder (wie zur Sommerzeit regulär) mit zwei Wagons. Zur Freude der Mitfahrer. Das muß an dieser Stelle positiv erwähnt werden.

Allerdings ist wenig verständlich, warum nach dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 die Abfahrtszeit, entgegen aller anderen Abfahrtszeiten (z. B. 14:19 Uhr, 15:17 Uhr, 17:17 Uhr, 18:17 Uhr) im Regionalverkehr in dieselbe Richtung über 10 Minuten vorverlegt wurde zu 16:05 Abfahrt in Greifswald Süd? Das ist ungünstig.

Freitag, 28. November 2014

Fluchtwege freihalten?

Wie gesagt, die UBB spart mit Umstellung auf die Winterzeit für den Feierabendverkehr zwischen Greifswald und Stralsund einen Wagon/eine Zugeinheit ein. Was dazu führt, daß man als Zusteigender überhaupt froh sein muß, noch einen Platz zu erhaschen bzw. den Rest der Fahrt irgendwie stehend neben dem restlichen Gepäck zubringen zu müssen. Vor einer Woche habe ich wieder den Heimweg angetreten und es war mir nicht vergönnt, einen Sitzplatz in der UBB zu erhaschen. Erschwerend kam hinzu, daß im Fahrradabteil alle Seiten durch Fahrräder und Menschen verstellt waren. So war der einzig freie Platz für mein zusammengeklapptes Fahrrad vor der bis Stralsund ungenutzten Zugtür, an der ich mich aus Mangel an Gelegenheit ebenfalls abstellte. Dieser Zustand währte nicht lange, da mich die Schaffnerin aufforderte, mein Fahrrad aus dem Fluchtweg (wer wollte hier bis Stralsund durch die Tür flüchten?) zu nehmen und an der Seite (inmitten der Fährräder/Menschen) zu parken. Ohne diese Argumentation wirklich zu verstehen, habe ich also, die sowie schon frustriert stehenden Menschen an der Zugseite belästigen müssen, um dort in wahrer Enge mein Fahrrad samt mich einzuzwängen. (Im Fall einer Flucht wäre durch diesen Zwang eine ganze Abteilung Menschen nicht mehr zur Fluchttür gekommen. Aber egal.) Vermutlich muß ich an dieser Stelle froh sein, nicht aus mangels an Platz von der Fahrt ausgeschlossen zu werden. Wobei das Fahrradabteil ja bevorzugt für Räder da ist... Auf der anderen Seite käme es gar nicht zu diesem Problem, wenn die UBB wie im Sommer üblich das zweite normale Zugabteil an den Zug hängen würde. Es fahren tatsächlich auch im Winter Menschen mit der Bahn.

Richtig unangenehm ist ebenfalls unerwünschter Körperkontakt mit anderen Reisenden auf den Sitzbänken, falls man einen Platz bekommen hat und nicht die ganze Fahrzeit stehen möchte. Selbst für Normalgewichtige Menschen ist es unmöglich, Körperkontakt mit dem Nebenmann zu vermeiden. - Wer konstruiert solche Bänke? - Nicht jeder findet es schön, auf diese Art und Weise mit fremden Menschen Kontakt aufnehmen zu müssen und ggf. noch ihren Ellenbogen, falls sich der Nebenmann etwas bewegen möchte, in die Seite gerammt zu bekommen! Von Beinfreiheit ganz zu schweigen. Die Sitzfläche in den Sechsergruppen sind einfach zu eng bemessen, das würde eventuell bei jungen Schulkindern funktionieren.

Montag, 15. September 2014

Streik der Lokführer

Wer kann sich das leisten?
Spätestens aller zwei Jahre streiken die Lokführer - siehe die neuesten Informationen aus dem Handelsblatt: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/lokfuehrer-gewerkschaft-will-streiken-bahn-fordert-rueckkehr-zu-verhandlungen/10701798.html. (15.09.2014) - Als Pendler habe ich kein Verständnis für dieses egoistische Vorgehen. Nur wenige Berufszweige haben die Möglichkeit, sich durch direkten öffentlichen Druck, Gehör zu verschaffen - auf Kosten der Gesellschaft. Denn geforderte Einkommenserhöhungen müssen gegenfinanziert werden. Da die Bahn durch den Steuerzahler finanziert wird, ist eine Finanzierung entweder durch den Steuerzahler bzw. durch eine regelmäßige Erhöhung der Fahrpreise möglich. Die Fahrpreise erhöhen sich regelmäßig jährlich.

Mein Einkommen steigt nicht mit dieser Regelmäßigkeit und auch nicht in diesen Dimensionen. - Nun hat im normalen Leben jeder die Möglichkeit, seine Arbeit zu kündigen, wenn er mit den Modalitäten nicht zufrieden ist. Da das im größeren Stil jedoch von Lokführern nicht bekannt ist, sind anscheinend die Arbeitsbedingungen nicht schlecht; zumal mit der Möglichkeit auf regelmäßigen Gehaltsanstieg.

Es ist mir unverständlich, wie dieser regelmäßige Streik politisch geduldet wird? - Wie sähe es aus, wenn aus Gründen der Gleichberechtigung jeder Arbeitszweig in Streik gehen könnte, wenn er mehr Geld möchte? Gibt es dann zu bestimmten Zeiten kein Trinkwasser mehr, weil die Angestellten des Wasserwerkes streiken? Oder haben die Supermärkte geschlossen, weil die Kassierer nicht mehr an der Kasse den Dienst tun? Oder gibt es keine Notfallversorgung in der Apotheke mehr? Oder wird der Müll einfach nicht mehr abtransportiert? - Es gäbe sicher noch mehr Beispiele. - Letztendlich leben wir alle in einer Gemeinschaft und sind voneinander abhängig. -

Für Streik habe ich tatsächlich nur Verständnis, wenn es um außergewöhnliche Situationen geht. Dazu gehört aus meiner Sicht keinesfalls der regelmäßig wiederkehrende Streik der Lokführer!

Mittwoch, 28. Mai 2014

Belüftung im Nahverkehr

Über die meines Erachtens schlechte Belüftung der Nahverkehrszüge habe ich schon mehrfach berichtet. (Fenster scheinen zum Luxusgut zu werden.)  Zu diesem Thema fiel mir auch eine Diskussion unter dem Titel: "Fahrgastbeirat BW testet Nahverkehrszüge in Bayern" vom 29.01.2014 ins Auge. Dort wird u. a. auch über die technischen Möglichkeiten und Berechnungen der Frischluftzufuhr in neuen Wagons gesprochen. Rein technisch scheint alles in Ordnung zu sein. - Rein praktisch kann ich dem nicht zustimmen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es drei Kategorien von Nahverkehrszügen, die zum Einsatz kommen:

  1. Die "alten" Doppelstockwagons mit je zwei praktischen Mehrzweckabteilen (rechts und links). Dort scheint eine Belüftungsanlage (vermutlich eher Heizungsanlage) eingebaut zu sein und fast jedes Fenster läßt sich mit größerem oder kleinerem Kraftaufwand öffnen (sofern sie nicht mittels Vierkantschloß verschlossen sind). Das schließt nicht aus, das die Abteile im Sommer recht warm werden können, jedoch ist immer die Möglichkeit gegeben, für "Durchzug" zu sorgen bzw. frische Luft einströmen zu lassen. Unabhängig von jeder Technik. Jede Toilette hat ebenfalls ein Fenster zur Belüftung. - Ein bewährtes System.
  2. Triebwagen der UBB-Züge haben grundsätzlich nur noch abzählbare Fenster, die sich theoretisch einen Spalt öffnen lassen würden, wenn Sie denn aufgeschlossen wären, was ich während meiner mehrjährigen Fahrpraxis noch nicht erlebt habe. Auch die Toilette, die in einem (Mehrzweck-)Abteilwagen untergebracht ist, hat kein Fenster (!) und die Tür öffnet sich in das gesamte Abteil. (Ich verstehe vollkommen den Wunsch nach einem abgetrennten Bereich für die Toilette! Auch ich meide, wenn ich kann - mit Fahrrad ist das unmöglich - den Toilettenwagen.) Grundsätzlich ist dort schlechte Luft! - Teilweise ist es je nach Ausdünstungen und Anzahl der Mitfahrer einfach widerlich in einem hermetisch abgeriegelten Wagon für 25 min. mitfahren zu müssen. Wer sich auch immer hier die Belüftungstechnik ausgedacht hat, hat sie nie im normalen Fahrbetrieb selbst erprobt. - Ich möchte auch gar nicht darüber sprechen, wann jeder "Lokführer", wenn z. B. der Zug morgens steht, die vermeintliche Klimaanlage anstellt. Teilweise erst kurz bevor der Zug losfährt, jedoch sitzen die "Fahrgäste" bei geschlossenen Türen (die verschließen sich ja automatisch nach jedem Ein-/Ausstieg) und warten auf bessere Zeiten.
  3. "Neue" Triebwagen und "neue" Doppelstockwagen, bei denen pro Wagon ein Mehrzweckabteil eingespart wurde. Hier gibt es auch nur noch abzählbare zu öffnende Klappfenster, die meines Wissens ständig verschlossen (nicht zu öffnen) sind. Natürlich sind diese Wagons mit Klimatechnik versehen, jedoch kann diese es nicht mit frischer Luft, die aus dem Fenster kommt, aufnehmen. Zum einen sammeln sich in der Luft der Klimaanlage alle chemischen Ausdünstungen der verbauten Ausstattungsgegenstände (ich frage mich, ob diese Luft schon einmal analysiert worden ist auf Schadstoffe?) und diese wird fleißig umgewälzt, zum anderen schafft es die Klimaanlage in gut ausgelasteten Zügen nicht, entsprechend für genügend Frischluft zu sorgen. Natürlich kühlt die Anlage an heißen Tagen, aber das eben nur ausreichend bei nicht zu großer Fahrgästezahl (Freitagszüge würde ich z. B. meiden) - ansonsten hängt man auch hier im warmen/heißen Mief fest. Denn auch die menschlichen Ausdünstungen werden fleißig umgewälzt. Ich wage die mutige Behauptung: mit zu öffnenden Fenstern wäre es leichter und gesünder, die Bahnfahrten durchzustehen.
Ich kann nur jedem raten, sich selbst ein Bild zu machen und dann zu überlegen, ob man blind auf technische Normen bezüglich Klimaanlagen vertraut. - Jedes klimatisierte Auto hat dennoch zu öffnende Fensterscheiben. Ich finde, das sollte den Entscheidungsträgern zu denken geben.

PS: Ich finde Test (siehe Fahrgastbeirat BW) ja grundsätzlich gut, aber ggf. wäre es zielführender, z. B. Pendler, Studenten und BC-Inhaber solche "Tests" durchführen zu lassen, als Menschen, die ggf. nie regelmäßig bzw. unter Streßbedingungen Bahn fahren (müssen).

Dienstag, 27. Mai 2014

Konferenz "Radfahren verbindet"

Anläßlich der Konferenz "Radfahren verbindet", die am 23.05.2014 stattfand, forderte der Landesverkehrsminister Christian Pegel ein leichteres Umsteigen von Rad auf Bus und Bahn. So konnte man es in der Ostseezeitung vom 24./25.05.2014 nachlesen. Dabei wurde auch der Verleih von (Elektro-)Rädern angesprochen.

Grundsätzlich finde ich diese Wünsche nicht schlecht - allerdings sehe ich noch nicht den konkreten Nutzen für z. B. Berufspendler. Natürlich eignet sich das Thema "Rad" im Sinne des Umweltschutzes immer als Marketinginstrument. Aber welche Zielgruppe möchte ich mit welchen Mitteln erreichen? Für mich hört sich der Artikel als Unterstützungsmaßnahme des Tourismus an. - Wenn man Arbeitskräfte im Land behalten möchte, sollte eventuell die erste Priorität bei den Pendlern liegen. Hier gibt es viel zu tun! (z. B. kostenlose Radmitnahme im Nahverkehr - die abgeschafft wurde, Radstraßenkonzept für Städte)

Da das Land aktiven Einfluß auf die Gestaltung des Nahverkehrs (Bahn) nehmen kann (und sollte!), frage ich mich regelmäßig, warum es im Zug, also an der Basis, nicht entsprechende Umfragen gibt, die herausfinden, was sich Pendler wünschen, welche Ziele verbesserungswürdig wären? Solche Umfragen sollten natürlich öffentlich gemacht werden, um Transparenz zu erzeugen. - Momentan gibt es mindestens zweimal jährlich Umfragen der Bahn, bei der relevante Fragen gar nicht erst auftauchen, eine Aufnahme im Fragebogen unerwünscht ist bzw. deren Ergebnisse streng geheim sind, da man sie selbst auf Nachfrage nirgendwo lesen kann/darf. - Es sind Taten gefragt, Worte allein nützen nichts.

Mittwoch, 6. November 2013

Neue Züge und lange Unterhosen

Ab und zu liest man in letzter Zeit, daß die Bahn neue Wagons mit dem Titel "Talent 2" in Umlauf bringt. Da mich interessiert hat, um was es sich dort handelt, bin ich im Internet auf einen Wikipedia-Artikel gestoßen. Dort gibt es allgemeine Informationen und u. a. Einsatzgebiete des neuen Personenbeförderungswagens.

Es gibt dort auch eine Überschrift mit dem Titel "Probleme im Betrieb". Dort wurden von Lokführern im November 2012 u. a. die Qualität des Fahrersitzes, die Heizung und Klimatisierung im Führerraum sowie fehlerhafte Abdichtungen, eindringendes Regenwasser sowie starke Windgeräusche bemängelt."Da diese Fehler nicht zügig behoben werden konnten, wurden unter anderem von DB Regio Bayern an ihre Lokführer des Franken-Thüringen-Expresses lange Unterhosen und Heizdecken verteilt." (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bombardier_Talent_2 11/2013)

UBB - kurz im Winter...

Fast pünktlich mit Beginn November verkürzt die UBB grundlos jährlich wiederkehrend den Zug nachmittags Abfahrt 16:16 Uhr ab Greifswald. Mit Spannung hofft man als Pendler jedes Mal , ob nicht doch noch ein Wunder geschieht. Aber nein. Anstatt zwei Wagons bleibt auf unbestimmte Zeit nur noch einer für die Rückfahrt übrig, so daß der Andrang groß ist. Schließlich kann man nicht sagen, daß plötzlich zum November sich die Fahr"gäste" um die Hälfte reduziert hätten.Vielmehr steht nun der eine oder andere, weil kein Platz mehr ist. So wird das aus Erfahrung heraus nun wenigstens bis zum März oder April gehen, wenn nicht noch länger. Vermutlich ist der zweite Wagon mit dem ersten Herbststurm weggeweht und man muß erst wieder einen neuen bauen? - Berechtigt eigentlich die Hälfte an Fahrplatz auch den Fahrpreis entsprechend zu senken? Schließlich sinkt die Fahrqualität erheblich...

Wer einen Überblick zu den aktuellen Gebühren der Fahrradbeförderung in der Bahn bekommen möchte, der schaue hier nach: http://www.bahn.de/p/view/service/fahrrad/mitnahme/preise_fahrradmitnahme.shtml (Stand: 11/2013)

Montag, 2. September 2013

Broschüre: MV fährt Bus und Bahn

Im November 2010 hat das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung (MV) in Zusammenarbeit mit der VMV–Verkehrsgesellschaft die Broschüre "MV fährt Bus und Bahn - Grundsätze und Schritte zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern" herausgebracht. Einstieg des Dokuments ist, daß immer mehr Menschen in MV den Nahverkehr nutzen. Gerade deshalb ist es notwendig, zielgerichtet das Angebot für unterschiedliche Gruppen (wie z. B. Pendler, Touristen) zu entwickeln, zu verbessen.

Minister Schlotmann schreibt einleitend auf Seite 3: "Für neue Ideen bin ich immer offen, denn niemand kennt den Bedarf so gut wie die Fahrgäste selbst." Es schließen sich 10 Ziele zum besseren Bus- und Bahnfahren an, die ich im folgenden zitieren möchte:

  1. Bahnhöfe werden immer mehr zu Verknüpfungspunkten aller Verkehrsmittel entwickelt.
  2. Das Bahnangebot im Regionalverkehr wird weiter optimiert und nach Möglichkeit erweitert.
  3. Land und Deutsche Bahn AG werden bis 2011 ein Bahnhofsprogramm vereinbaren, um die Bahnstationen in MV zu modernisieren.
  4. Der Bahn- und Busverkehr soll Schritt für Schritt barrierefrei werden.
  5. Der Bus- und Bahnverkehr soll noch umweltfreundlicher werden.
  6. Der Streckenausbau muss auf die wichtigsten Strecken konzentriert und dort vom Bund und der DB AG entschieden vorangetrieben werden.
  7. Der Tourismus wird durch gute öffentliche Verkehrsangebote unterstützt.
  8. Die Fahrgäste in Bussen und Bahnen sollen sich sicher fühlen.
  9. Gerade in ländlichen Regionen ist ein flexibler, an den regionalen Bedürfnissen ausgerichteter Busverkehr erforderlich.
  10. Langfristig muss es ein einheitliches Tarif- und Taktsystem in ganz Mecklenburg-Vorpommern geben.
Nun kann man sich nach drei Jahren die Frage stellen, was von diesen Punkten umgesetzt wurde, bzw. ob die oben genannten Ziele den Anforderungen von z. B. Pendlern oder Touristen entsprechen?

Hier einige Denkanstöße: Soweit ich mich erinnern kann, wurden die Anzahl der Bahn-Verbindungen zwischen Rostock und Stralsund weiter reduziert. Die kostenfreie Radmitnahme im Nahverkehr der Bahn wurde 2012 für Jahreskartenbesitzer endgültig abgeschafft. Sind die Installation von kostenpflichtigen Fahrradboxen tatsächlich allein die geeignete Maßnahme zur Eindämmung von Vandalismus oder Diebstahl von Fahrrädern? Auch Briefe an den Petitionsausschuß des Landes haben bisher die schlechte Situtation zwischen Bahn und Rad nicht verbessert und vom Ministerium fehlt seit 10 Monaten bisher jegliche Antwort auf konkrete "Ideen".

Da stellt man sich die Frage, in wie weit Sätze wie "Örtliche und zeitliche Verfügbarkeit sowie Flexibilität im Angebot des ÖPNV sind Voraussetzung für seine Akzeptanz. Das Angebot muss sich an den Bedürfnissen der Kunden ausrichten – nicht der Kunde am Angebot." (Zitat Seite 9) ernst verfolgt werden?

Schwierig gestaltet es sich ebenfalls, Kulturangebote z. B. in Rostock abends mit dem Nahverkehr wahrzunehmen, da man am gleichen Tag nach 21 Uhr nicht mehr per Zug/Bus etc. z. B. nach Stralsund kommt. (Einzige Ausnahmen sind Freitag und Sonntag, wo der letzte Zug kurz nach 21:30 Uhr abfährt)

"Die Kunden des Nahverkehrs sind unsere Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Gäste. Der Nahverkehr muss auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet sein und unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen passgenaue Angebote machen. ... Knapp 40 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern pendeln zum Arbeitsort, mehr als 13 Prozent sogar in andere Bundesländer, viele davon mit öffentlichen Verkehrsmitteln. ... Diese Interessen der Kunden gilt es aufzugreifen und in entsprechende Verkehrsangebote umzusetzen." (Zitate von Seite 12)

Freitag, 26. Juli 2013

Heiße Luft

Auch in MV kommen langsam modernere Doppelstockzüge an. Ein Grund zur Freude? Sie laufen leise, haben saubere Sitze, jedoch keine zu öffnenden Fenster mehr. Das ist anscheinend nicht mehr gewünscht. Man tröstet sich gedanklich, daß diese Modelle bestimmt mit einer Klimaanlage nach dem neuesten Stand der Technik ausgerüstet sind. - Aber ganz so einfach scheint die Rechnung nicht aufzugehen. - Bei sommerlichen Außentemperaturen ist es im Zug nicht unbedingt kälter oder frisch. Und ich rede dabei noch nicht einmal von Freitagszügen, die überfüllt sind, wo man kaum noch einen Sitzplatz bekommt. Die Luft ist gerade nachmittags oftmals zum Schneiden. Jedoch keine Chance, vor dem nächsten Bahnhof nur irgendwie an frischen und ganz und gar noch kühlen Sauerstoff zu kommen. Ein Fest für Bakterien und Keime. - Haben die Planer dieser Wagons ihre Konstruktion jemals langfristig unter realen Bedingungen getestet? - Nichts gegen moderne Technik, aber mir machen die neuen Züge ohne zu öffnende Fenster Angst! Das verstehe ich nicht unter Fortschritt.

Nebenbei wurde bei den Doppelstockwagen gleich noch ein Fahrradabteil pro Wagen eingespart, so daß weniger Platz für zu beförderndes "Sperrgut" (Kinderwagen, große Koffer, Rollstühle, etc.) vorhanden ist. Außerdem wird es dadurch am Bahnsteig hektischer, da pro Wagon nur noch eine Tür zum Einstieg genutzt werden kann, anstelle von jeweils einer rechts und links, um z. B. das Fahrrad zu verstauen. Verständlich ist auch, daß sich in den "Fahrradabteilen" nun noch mehr Menschen aufgrund des geringeren Platzangebotes aufhalten müssen, was nicht unbedingt für einen geringeren Lärmpegel, geschweige denn eine bessere Stimmung oder Luft sorgt... - Wirklich clever!

Wer noch mehr über Klimaanlagen in Zügen lesen möchte, kann dies im Bericht vom 19.06.2013 von Spiegel-online tun: "Bahn-Probleme mit Klimaanlagen: 'Herr Schaffner, neuen Aufguss bitte!'" (Quelle: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/wie-die-bahn-das-problem-mit-den-klimaanlagen-loesen-will-a-906584.html)

Mittwoch, 10. Juli 2013

Kurioses von der Bahn

Wer an Kuriositäten in Zusammenhang mit dem Bahnfahren interessiert ist, der folge dem Link der Welt online mit dem Artikel "Die kuriosesten Erlebnisse mit der Deutschen Bahn" vom 21.12.2012: http://www.welt.de/wirtschaft/article112182546/Die-kuriosesten-Erlebnisse-mit-der-Deutschen-Bahn.html

Radmitnahme im Urlaub

Hier bin ich auf ein Radreise-Fernradler-Forum gestoßen, wo über individuelle Reiseerlebnisse beim Transport des Rads in der Bahn berichtet wird. Nach wie vor problematisch die völlig unterschiedlichen Tarifregelungen bundesweit, die einem das Leben schwer machen.

Nachlesen lohnt sich: http://radreise-forum.de/topics/326496/5 (Die Berichte sind von 07/2012.)

Montag, 29. April 2013

"ADFC Sachsen fordert kostenlose Faltrad-Mitnahme im MDV"

Im Artikel vom 03.02.2013 wirbt der ADFC Sachsen für die kostenlose Faltrad-Mitnahme im MDV (Mitteldeutscher Verkehrsverbund) (Quelle: http://www.l-iz.de/Wirtschaft/Mobilit%C3%A4t/2013/02/ADFC-Sachsen-fordert-kostenlose-Faltrad-Mitnahme-46224.html, Stand 04/2013).

Hier wird berichtet, daß es schon einen Trend gibt, selbst normale Fahrräder kostenlos im Nahverkehr transportieren zu können, jedoch scheint momentan beim MDV selbst eine extra Fahrkarte für ein Faltrad notwendig zu sein.

Die TU Dresden hat es schwarz auf weiß belegt: Der öffentliche Nahverkehr und der Radverkehr fördern sich beide.Voraussetzung ist jedoch, daß man gute Bedingungen dafür schafft. Das ergibt sich von allein. Wenn es keine guten Radwege gibt, wird kaum einer radfahren; wenn allerdings keine attraktiven und unkomplizierten Mitnahmebedingungen im Nahverkehr für Fahrräder angeboten werden, nützen die besten Radwege ggf. nichts.

Der Artikel schließt mit der folgenden Aussage: '"Werbung macht man mit zusätzlichen Angeboten für die Kunden nicht mit Einschränkungen und Sondergebühren", sagt Olaf Matthies.'

Mittwoch, 24. April 2013

Nötigung durch UBB-Schaffnerin?

Zugegeben. Ich fahre morgens ungern einen Zug später zur Arbeit, da ich dann die UBB benutzen muß. Nicht, daß ich etwas gegen den Zug als solchen habe, aber ich werde das Gefühl nicht los, daß Klappräder ein Dorn in den Augen der meisten UBB-Schaffner sind.

Bei der Fahrkartenkontrolle gibt es regelmäßig etwas am zusammengeklappten Rad, aus meiner Sicht grundlos, zu bemängeln. - Um alles richtig zu machen, habe ich mich in den Bestimmungen des GTV bzw. der UBB bezüglich der kostenlosen Radmitnahme belesen.

Im Haustarifvertrag der UBB vom 10.06.2012 werde ich fündig:

"2.9 Fahrradkarten
2.9.1 Allgemeine Regelungen
Fahrräder oder Fahrradanhänger können als kostenloses Handgepäck mitgenommen werden, sofern diese zusammengeklappt sind und unter dem Sitzplatz untergebracht werden können."

(Quelle: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=ubb%20bef%C3%B6rderungsbedingungen&source=web&cd=7&cad=rja&ved=0CFcQFjAG&url=http%3A%2F%2Fwww.ubb-online.de%2Fde%2Fdocuments%2FTarif_UBB_ab_01.02.2008_Internet_Stand_08.11.2007.pdf&ei=eId3Uc76MMPItQa2yIH4BQ&usg=AFQjCNHsj5Ugv42qT_ftfJIsggO1FEqi5Q, Stand 04/2013)

Heute Morgen, in dem Zug 7:26 Uhr ab Stralsund Richtung Greifswald informierte mich die Schaffnerin (mittleres Alter, schulterlange blondierte Haare) der UBB bei Kontrolle meiner Fahrkahrte in einem halbleeren Abteil darüber, daß sie in ihrer letzten Schulung unmißverständlich gelernt hätte, daß ein Klapprad zur kostenlosen Beförderung (neben der Tatsache, daß es eingeklappt sein muß) entweder verhüllt oder unter dem Sitz verstaut sein muß. Anderenfalls wäre ein zusätzliches Entgelt zur Beförderung des Rades fällig. -???-  Ich fragte nach, ob sie mir die Bestimmungen dafür zeigen könnte? Sie verneinte und verwies nachdrücklich auf die Schulung. Ich meinte, daß wir dann in dem Haustarifvertrag der UBB schauen könnten. (Den trage ich nach der Summe von Schaffnergesprächen nun ständig bei mir.) Dabei fragte ich sicherheitshalber nach, ob es schon einen aktuelleren Vertrag, als den vom 10.06.2012 gibt? Nein. Dort steht nach wie vor die oben genannte Regelung. Die Maßgabe zur Verhüllung ist mit der letzten Tarifänderung weggefallen und die Unterbringung unter dem Sitzplatz ist eine "kann-" und keine "muß-"Bestimmung. Sie dient aus meiner Sicht eher dazu, die Größe des kostenlos zu befördernden Klapprads einzugrenzen. - Bei meinen 20"-Reifen, sollte auch das unproblematisch sein.

Ich bin ja schon lange dafür, die Beförderungsbedingungen für (kostenlose) Radmitnahme einfach und transparent an den Zuginnenwänden im Fahrradabteil abzubilden. - Ich weiß jedenfalls aber nicht, wie man mit oben genannter Schaffnerin umgehen soll? Das ist aus meiner Sicht höchstgradig kundenunfreundlich, fahrradfeindlich und schlichtweg eine bewußte Fehlinformation. Anders kann ich das nicht deuten.

Freitag, 19. April 2013

Deutschlandweite Verspätungsübersicht

Die Süddeutsche.de zeigt in Ihrem Artikel vom vom 18.04.2013 einen "Verspätungs-Atlas" unter der Überschrift: "So verspätet ist die Bahn in Ihrer Stadt auf Ihrer Strecke" (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/reise/verspaetungs-atlas-so-verspaetet-ist-die-bahn-in-ihrer-stadt-auf-ihrer-strecke-1.1651455, Stand: April 2013). Die Bahnangaben zur Verspätung der Züge wurden für ein Jahr durch die Zeitung ausgewertet und grafisch auf einer Deutschlandkarte dargestellt.

Fazit: Dort, wo das Zugaufkommen groß ist bzw. viel Fernverkehr/schnelle Züge vorhanden sind, ist die Verspätung größer als in Bereichen mit geringem Zugaufkommen bzw. geringem Anteil an Schnellzügen. Das ist grundsätzlich nicht überraschend.

Donnerstag, 4. April 2013

Bahn - Investitionen für 2013 und 2014

Unter dem Titel "Sanierung von Bahnhöfen und Brücken - Bahn will halbe Milliarde Euro investieren" (Quelle: Spiegel online, http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bahn-will-halbe-milliarde-euro-in-sanierungsmassnahmen-investieren-a-891762.html, Stand 04/2013) wird der Hinweis gegeben, das Geld vom Bund, das ursprünglich für den Streckenausbau bestimmt war und nicht rechtzeitig von der Bahn genutzt worden ist, nun 2013 und 2014 in die Sanierung von Bahnhöfen und Brücken investiert werden soll.

Aus meiner (Laien-)Sicht scheint beides wichtig zu sein. Allerdings ist mir unklar, wie 500 Mio. EUR ungenutzt liegen bleiben konnten? Mir würde auch sofort als Beispiel die langjährige Diskussion über die Reaktivierung der Bahnstrecke Barth - Darß einfallen... Es scheint doch generell genügend Bahnstrecken in Deutschland zu geben, die einer Sanierung bedürfen? Und wenn es um Sanierung von Bahnhöfen geht, ist da bevorzugt Stuttgart gemeint oder gibt es dafür ein separates Budget? Ich denke, für Bahnnutzer wäre es durchaus interessant, zu sehen, welche Bahnhöfe konkret von der Sanierung profitieren dürfen.

Donnerstag, 28. März 2013

Kostenlose Radmitnahme in Wiener U-Bahn

Hin und wieder gibt es doch noch Licht am Horizont. In der Wiener U-Bahn darf man seit dem 01.05.2012 sein Fahrrad kostenlos mitnehmen. Dabei gibt es zeitliche Einschränkungen, die dem Berufsverkehr geschuldet sind. Ein Anfang ist gemacht. Siehe auch: http://www.wienerlinien.at/eportal/ep/programView.do/pageTypeId/9083/programId/26826/channelId/-32055

Nutzungszeiten:

Mo - Fr 9 bis 15 Uhr, ab 18:30 Uhr
Wochenende, Feiertage ganztägig

Dazu gibt es noch ein "Sahnehäubchen": Mitglieder einer Jahreskarte können zusätzlich auch in Zügen der ÖBB (innerhalb Wiens) das Fahrrad kostenlos mitnehmen. Weitere Hinweise dazu gibt es in dem Flyer der Wiener Linien hier. - Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die zeitlichen Einschränkungen auch für die Züge gelten?

Bahn - Wohin fließen die Gewinne?

Eine Frage, die sicher viele Bahnfahrer beschäftigt - wohin geht das Geld, der Gewinn der Bahn?

Der t-online-Artikel mit dem Titel "Deutsche Bahn: Wohin die Milliarden-Gewinne fließen" (Quelle: http://www.t-online.de/wirtschaft/unternehmen/id_62477440/deutsche-bahn-wohin-die-milliarden-gewinne-fliessen.html, 07.03.2013, 16:48 Uhr | AFP, t-online.de) gibt dazu Antworten.

Wie schon mehrfach erwähnt, gehört die Deutsche Bahn AG zu 100 % dem Bund. Daher kann der Bund Einfluß darauf nehmen, wie hoch die Abschöpfung sein wird. Auf das Jahr 2011 bezogen, bedeutet das, das ein Nettogewinn von 1,3 Milliarden EUR bei der Bahn vorlag und der Bund (das Verkehrsministerium) davon 525 Millionen EUR (ca. 40 %) abschöpfte. Dieses Geld sollte in das Schienennetz investiert werden.

Laut Bund ist eine Gewinnabschöpfung von 700 Millionen EUR bis 2015 geplant. - Da kann sich jeder ausrechnen, das dieser Rechnung entsprechende Gewinne entgegenstehen sollten. Somit sind u. a. Fahrpreiserhöhungen doch vorprogrammiert, oder?

Wenn man ein Rechenbeispiel für 2012 ansetzt, wobei die Bahn einen Gewinn von 2,7 Milliarden EUR gemacht hat und man davon ausgeht, daß der Bund wieder 40 % abschöpft, so wäre man bei einem Betrag von ca. 1 Milliarde EUR. - Gratulation, Ziel erreicht! Nur auf wessen Rücken?

Milliardenüberschuß bei der Bahn

Gemäß Handelblatt vom 28.11.2012 (Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/milliardenueberschuss-deutsche-bahn-strebt-rekordgewinn-an/7453728.html) hat die Bahn für 2012 einen satten Rekordgewinn von ca. 2,7 Milliarden EUR "eingefahren". Und trotz Wirtschaftsabschwung soll dieser in 2013 weiter steigen.
Auch unter tagesschau.de (Artikel vom 13.03.2013) findet man einen entsprechenden Artikel dazu: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/deutsche-bahn-bilanz100.html

Da stellt man sich zum einen die Frage, wo wurden die Gewinne generiert und zum anderen, wer profitiert davon? Dazu gibt der Tagesschau-Artikel eine Anwort: Die Gewinne wurden im Personenverkehr "eingefahren" - dank oder trotz höherer Spritkosten und einer satten Fahrpreiserhöhung um 4 % in 2011.

Und wenn man sich überlegt, daß in den vergangenen Jahren die Beförderungspreise im Nahverkehr stetig gestiegen sind, trotz Milliardengewinnen, fragt man sich, wie fair dieses System ist? Immerhin wird die Bahn nach wie vor durch Steuergelder finanziert und gehört zu 100 % dem Bund.

Ich bin mir sicher, daß pünktlich zum Fahrplanwechsel spätestens Ende des Jahres eine neue Preiserhöhung ansteht.- Eine Preissenkung bzw. -stabilität oder Verbesserung der Leistungen wegen der Rekordgewinne wäre ziemlich überraschend...

Interessant in dieser Betrachtung ist sicherlich auch der Artikel " Sind die Preiserhöhungen gerechtfertigt" (Quelle: tagesschau.de, 08.12.2012): http://www.tagesschau.de/wirtschaft/deutschebahn174.html

Mittwoch, 27. März 2013

Was kostet die Radmitnahme?

Wen es interessiert, was aktuell die Radmitnahme bei der Bahn in Deutschland kostet und wo sie ggf. auch kostenlos ist, der folge diesem Link: http://www.bahn.de/p/view/service/fahrrad/mitnahme/preise_fahrradmitnahme.shtml (Stand 03/2013)