Dienstag, 27. Mai 2014

Konferenz "Radfahren verbindet"

Anläßlich der Konferenz "Radfahren verbindet", die am 23.05.2014 stattfand, forderte der Landesverkehrsminister Christian Pegel ein leichteres Umsteigen von Rad auf Bus und Bahn. So konnte man es in der Ostseezeitung vom 24./25.05.2014 nachlesen. Dabei wurde auch der Verleih von (Elektro-)Rädern angesprochen.

Grundsätzlich finde ich diese Wünsche nicht schlecht - allerdings sehe ich noch nicht den konkreten Nutzen für z. B. Berufspendler. Natürlich eignet sich das Thema "Rad" im Sinne des Umweltschutzes immer als Marketinginstrument. Aber welche Zielgruppe möchte ich mit welchen Mitteln erreichen? Für mich hört sich der Artikel als Unterstützungsmaßnahme des Tourismus an. - Wenn man Arbeitskräfte im Land behalten möchte, sollte eventuell die erste Priorität bei den Pendlern liegen. Hier gibt es viel zu tun! (z. B. kostenlose Radmitnahme im Nahverkehr - die abgeschafft wurde, Radstraßenkonzept für Städte)

Da das Land aktiven Einfluß auf die Gestaltung des Nahverkehrs (Bahn) nehmen kann (und sollte!), frage ich mich regelmäßig, warum es im Zug, also an der Basis, nicht entsprechende Umfragen gibt, die herausfinden, was sich Pendler wünschen, welche Ziele verbesserungswürdig wären? Solche Umfragen sollten natürlich öffentlich gemacht werden, um Transparenz zu erzeugen. - Momentan gibt es mindestens zweimal jährlich Umfragen der Bahn, bei der relevante Fragen gar nicht erst auftauchen, eine Aufnahme im Fragebogen unerwünscht ist bzw. deren Ergebnisse streng geheim sind, da man sie selbst auf Nachfrage nirgendwo lesen kann/darf. - Es sind Taten gefragt, Worte allein nützen nichts.

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